|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Volume 7, No. 1, Art. 28 – Januar 2006 Risiko: Das Sexualverhalten weiblicher Jugendlicher Lesley Hoggart (Großbritannien) Zusammenfassung: Der vorliegende Beitrag untersucht das Sexualverhalten weiblicher Jugendlicher – genauer: das Problem von Teenagerschwangerschaften – vor dem Hintergrund der Politik von New Labour. Die vom Premieminister am Kanzleramt (Cabinet Office) 1997 eingerichtete "Social Exclusion Unit" versuchte 1999 zu ergründen, warum Großbritannien im europäischen Vergleich die höchste Rate an Teenagerschwangerschaften aufzuweisen hat (SEU 1999). Eine der zentralen Einsichten war, dass Jugendliche in Großbritannien beim Geschlechtsverkehr vergleichsweise hohe Risiken eingehen. Zwar entwickelte New Labour seitdem Programme, um Jugendliche über unsichere Sexualpraktiken aufzuklären. Es besteht jedoch eine Spannung zwischen der Gesundheitspolitik und dem Gesamtziel, Jugendliche mit dem Wissen und dem Selbstbewußtsein für sichere Sexualpraktiken zu versorgen einerseits und einer verbreiteten generellen Unerwünschtheit von Sex bei Minderjährigen andererseits. Diese Spannung geht auf eine grundsätzliche Uneinigkeit zurück, die in den 1980er und 1990er Jahren besonders deutlich wurde. Einige Organisationen, die gegen Sexualerziehung und die Versorgung von Jugendlichen mit Verhütungsmitteln argumentierten, gingen davon aus, dass solche Maßnahmen zu Promiskuität und riskantem Verhalten verleiten würden. Der Beitrag zeigt die unterschiedlichen Bedeutungen von Risiko und Verantwortung in den Selbstdarstellungen weiblicher Jungendlicher und junger Mütter zu ihrem Sexualverhalten. Er greift dazu auf zwei Forschungsprojekte zu weiblichen Jugendlichen, Sex und Entscheidungen zurück. Keywords: Risiko, sexuelle Gesundheit, Abtreibung, Teenager Schwangerschaft, Empfängnisverhütung Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor. Letzte Änderung: 03.01.2006 Volume 7, No. 1 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
[Home] [Über
FQS] [Rubriken]
[Service]
[Beitragseinreichung]
© 2006 Forum Qualitative Sozialforschung
/ Forum: Qualitative Social Research Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
|