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Volume 2, No. 3 September 2001Zur Analyse von Wissensbildungsprozessen in Lehr- und Lernsituationen: Die Suche nach geeigneten MethodenSelma Leitão (Brasilien)Zusammenfassung: Unter Psycholog(inn)en und Erzieher(inne)n besteht ein steigendes Interesse an Wissensbildungsprozessen in Lehr- und Lernsituationen. Das wesentlichste Problem, dem die Forschenden bei diesem Versuch begegnen, besteht im Fehlen geeigneter analytischer Instrumente. In einer solchen Lage ist man verführt, in anderen Bereichen nach dort entwickelten Herangehensweisen zu suchen und sie ggf. zu "übernehmen". Leider ignorieren viele Wissenschaftler(innen) bei derartigen methodischen "Importen", wofür die übernommenen Methoden ursprünglich entwickelt wurden. Insoweit ist es nicht überraschend, dass mit diesen Methoden durchgeführte Studien dann oft die Fragestellungen der Forschenden in anderen Wissenschaftsfeldern schlichtweg verfehlen. Im Folgenden wird genau dieses Risiko des Importierens von Methoden eines Fachgebiets in ein anderes diskutiert. Konkret handelt es sich um die Übernahme von Ansätzen der Argumentationstheorie und von Strategien zur Untersuchung von Diskursen in Forschungsarbeiten über Lernprozesse, und zwar auf eine Art und Weise, als seien diese Verfahren ohne weitere Prüfung und Anpassung auch in diesem Feld anwendbar. Entgegen einer solchen Vorgehensweise soll im vorliegenden Beitrag gezeigt werden, dass in anderen Kontexten entwickelte Verfahren zwar eine wichtige Rolle für die Beschreibung und für das Verstehen von Argumentationsverläufen bieten können, allerdings ist es unabdingbar, dass zusätzliche Dimensionen einbezogen werden, wenn die Diskurs-Mediation in Lehr- und Lernprozessen untersucht werden soll. Keywords: Argumentation, Änderungen der Sichtweise, Wissensbildung, Lernen durch Argumente, qualitative Methoden Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor. Letzte Änderung: 30.01.2003 Volume 2, No. 3 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
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