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Volume 3, No. 3 – September 2002

"Signing for Reflexivity": Konstruktivistische Rhetorik und ihre reflexive Kritik in der Wissenschafts- und Technikforschung

Tarja Knuuttila (Finnland)

Zusammenfassung: In meinem Beitrag versuche ich zu zeigen, dass das Konstrukt der Reflexivität nicht – wie meist üblich – auf die Beziehung zwischen wissenschaftlichem Schreiben und untersuchter Wirklichkeit angewendet werden sollte. Hierzu diskutiere ich die Diskussion von "Reflexivität" im Rahmen der Wissenschafts- und Technikforschung. Reflexiven Positionen in diesem Feld zufolge haben relativistische und konstruktivistische Ansätze in der Wissenschafts- und Technikforschung das eigene Anliegen unterminiert, indem sie behaupteten, jedes Wissen sei situiert und sozial konstruiert. Hiervon ausgehend wurden neue Formen wissenschaftlichen Schreibens vorgeschlagen, die den konstruktiven Charakter wissenschaftlicher Texte nachvollziehbar machen sollen. Mir scheint, dass dieses Programm des "Inskribierens von Reflexivität" semiotisch irreführend war, was zum Scheitern dieser Vorhaben beigetragen hat. Zugleich halte ich das zentrale reflexive Argument, dass es schlicht paradox ist, allgemeingültige Aussagen über den lokalen und zufälligen "Charakter" von Wissen machen zu wollen, für vernünftig, und es sollte in einer künftigen konstruktivistischen Rhetorik mehr als bisher beachtet werden.

Im zweiten Teil meines Beitrages folgen ausgehend vom Beispiel der Wissenschaft- und Technikforschung einige allgemeinere methodologische Überlegungen. Dabei sind für mich insbesondere die performativen Aspekte des Zuschreibens von methodologischen Neuerungen von Interesse und ich thematisiere, wie sinnvoll es ist, überhaupt von "reflexiven Methodologien" zu sprechen.

Keywords: Reflexivität, Wissenschafts- und Technikforschung, Repräsentation, Konstruktivismus, Relativismus

Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor.


Letzte Änderung: 30.01.2003

Volume 3, No. 3   Inhaltsverzeichnis

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(ISSN 1438-5627)

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