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Volume 5, No. 3, Art. 19 September 2004Über die Anstrengung, eine legitime Ahnfrau zu werden: Soziokulturelles Verstehen der Lebensgeschichte einer koreanischen sohnlosen "Wasserfrau"Gui-Young Hong (USA)Zusammenfassung: Im vorliegenden Text wird aus einer soziokulturellen Perspektive von der Lebensgeschichte einer 62jährigen koreanischen "Wasserfrau" (Jamnyeo: traditionelle "Taucherfrauen" auf der südkoreanischen Insel Jeju) berichtet und von deren Erfahrungen als bedeutungsloses Mitglied der Familie ihres Ehemanns. In die Analyse des im historischen und kulturellen Kontext der Insel verankerten Daseins der Jamnyeo werden insbesondere drei theoretische Aspekte einbezogen: soziokulturelle Verankerung, Kontinuität und Diskontinuität zwischen kollektiven und persönlichen "Kulturen", sowie gemeinsame Konstruktion. Aus soziokultureller Perspektive offenbaren die biografischen Schilderungen und die Lebensgeschichte der Jamnyeo aktive und zielorientierte Bestrebungen, ihre eher unbedeutende soziale Stellung zu verbessern. Auf individueller Ebene transformierte die Jamnyeo soziokulturelle Ansprüche von "tugendhafter Weiblichkeit" in Hilfsmittel, die ihren lebenslangen Bemühungen dienlich waren, von der Peripherie der Familie in deren Zentrum zu rücken. Auf der kollektiven Ebene offenbart die Biografie der Jamnyeo die dualistische Beschaffenheit soziokultureller "Stimmen", die die Art, wie Individuen ihr Leben (re-) konstruieren, auf zwei Arten beeinflussen: als lenkende und strukturierende "Mächte" einerseits und als Produkte, die von Individuen konstruiert und transformiert werden, andererseits. Keywords: soziokulturelle Verankerung, Erzählung und Nacherzählung, kollektive kulturelle Ideale, persönliche Kulturen, verbindende Konstrukte, Positionierung, persönliche Veränderung Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor. Letzte Änderung: 25.09.2004 Volume 5, No. 3 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
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