Sekundäranalyse qualitativer Daten aus Datenbanken: QUESSY als Schnittstelle zu QDA-Software-Systemen
DOI:
https://doi.org/10.17169/fqs-6.1.514Schlagworte:
Datenbank-Speicherung qualitativer Daten, Metadaten, Sekundäranalyse, Schnittstelle zu QDA-Programmen, ATLAS.ti, Leserbriefe zum 11. SeptemberAbstract
Datenbanken bzw. Datenbank-Managementsysteme (DBMS) bieten für die Speicherung qualitativer Daten in Archiven zur Sekundäranalyse und in größeren Forschungsprojekten große Vorteile gegenüber einer Speicherung der Daten in Dateiform. Die Nutzung von Datenbanken ist jedoch in der qualitativen Datenanalyse (QDA) bisher gering, weil die gebräuchlichen QDA-Programme nur den Aufruf von Dokumenten erlauben, die als Dateien gespeichert sind. Um einen effizienteren Einsatz und die Vorzüge von Datenbanken bei Verwendung von QDA- Programmen zu ermöglichen, wurde von uns eine Schnittstelle zwischen den gängigsten Datenbankmanagementsystemen (u.a. MS SQL, Oracle, MySQL, MS ACCESS) und Anwendungsprogrammen konzipiert. Der vorliegende Prototyp QUESSY.ti bietet eine solche Schnittstelle zum QDA-Programm ATLAS.ti. QUESSY.ti erlaubt die Formulierung einer Anfrage (Query) an einen Datensatz in einer Datenbank; die Datenbank-Attribute (Feldnamen) des Datensatzes können anschließend in einem Mapping-Verfahren in die "Sprache" von ATLAS.ti übersetzt und in das QDA-Programm importiert werden. In diesem Beitrag wird nach Einführung in die Problematik die Arbeitsweise von QUESSY.ti beschrieben und es werden Ergebnisse einer internationalen online-Befragung von ATLAS.ti-Nutzern zum Bedarf und Einsatz von Datenbanken dargestellt. Abschließend werden potenzielle Anwendungsfelder der QUESSY-Technologie diskutiert. URN: urn:nbn:de:0114-fqs0501350Downloads
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